Umweltminister Tilo Kummer besucht Verwaltungsgemeinschaft Kölleda

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) die Verwaltungsgemeinschaft Kölleda, um sich über die erfolgreiche Entwicklung der Bürgerenergiegenossenschaft Thüringer Becken (BEG) sowie weitere Projekte der kommunalen Energiewende zu informieren.
Erste Station war der große Photovoltaikpark der Bürgerenergiegenossenschaft in Rastenberg. Bürgermeisterin Beatrix Winter begrüßte neben dem Minister die Landtagsabgeordneten Nina Behrendt (BSW) und Steffen Voigt, Frank Schindler von der TEAG, Sebastian Fuhrmann vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten sowie weitere Gäste. Gemeinsam mit Wolfdietrich Zeimer vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda, Anne-Katrin Eichentopf von der Bürgerenergiegenossenschaft Thüringer Becken und dem Kleinneuhäuser Bürgermeister Michael Köhler wurde die Entwicklung der Genossenschaft – von der ersten Idee bis zur heutigen Erfolgsgeschichte – vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand der Bürgerstromtarif der Bürgerenergiegenossenschaft. Mitglieder profitieren aktuell von einem Strompreis von 18,4 Cent pro Kilowattstunde und damit von einer spürbaren Entlastung ihrer Energiekosten. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung in der Region. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass erneuerbare Energien den Menschen vor Ort zugutekommen sollten – dort, wo sie erzeugt werden. Die direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Genossenschaft wurden dabei als wesentliche Erfolgsfaktoren hervorgehoben.

Die Bürgerenergiegenossenschaft betreibt inzwischen neben dem Solarpark 13 Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern. Erst vor wenigen Tagen wurde die jüngste Anlage auf dem Bürgerhaus in Rastenberg in Betrieb genommen.

Im Anschluss besuchte die Delegation den Kindergarten „Blumenwiese“ in Rastenberg. Auch dort sorgt eine Photovoltaikanlage dafür, dass ein Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort erzeugt und genutzt werden kann. Das senkt langfristig die Energiekosten der Einrichtung und stärkt die kommunale Energieversorgung.
Den Abschluss der Sommertour bildete das umfassend sanierte Waldschwimmbad in Rastenberg. Trotz wechselhaften Wetters zeigte sich die Anlage von ihrer besten Seite. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Verbindung historischer Bausubstanz mit moderner Technik. An warmen Sommertagen zählt das Freibad mehrere hundert Gäste.

Im Zuge der Sanierung wurde auch auf dem neuen Filtergebäude eine Photovoltaikanlage installiert. „Gerade ein Schwimmbad hat einen sehr hohen Strombedarf. Deshalb ist die Eigenstromerzeugung hier besonders sinnvoll“, erläuterte Bürgermeisterin Beatrix Winter.
Umweltminister Tilo Kummer zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Projekten der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda. Er würdigte das Engagement aller Beteiligten und betonte, dass mit einer klaren Strategie, guter Zusammenarbeit und dem Mut, neue Wege zu gehen, auch kleinere Kommunen die Energiewende erfolgreich gestalten können.


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